Symposium Intensivmed - Intensivpflege | 15.12.2025

Krankenhäuser krisenresilient* machen

Wie können deutsche Krankenhäuser krisenresilienter werden? Diese Frage beschäftigt derzeit zahlreiche Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt deutlich: Die bestehenden Strukturen vieler Kliniken sind nur eingeschränkt krisen- und verteidigungsfähig. Um Bedrohungslagen effektiv zu begegnen, seien erhebliche Investitionen in Personal, Technik und Bauten im Gesundheitswesen nötig.

Das 36. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege greift dieses Thema in verschiedenen Programmpunkten auf. Von Mittwoch bis Freitag, 11. bis 13. Februar 2026, werden auf dem Fachkongress mit begleitender Industrieausstellung in den Hallen der MESSE BREMEN und im Congress Centrum Bremen rund 4.500 Mediziner:innen, Pflegende und Krankenhausbeschäftigte erwartet.

Medizinische Versorgung im Krisenfall

Krisen wie Naturereignisse, Pandemiegeschehen, Ausfälle kritischer Infrastrukturen oder kriegsbedingte Belastungen können das Versorgungssystem schnell an seine Grenzen bringen.Da kann es zeitweise notwendig werden, von etablierten Standards abzuweichen, um die größtmögliche Anzahl von Menschen so lange wie möglich zu versorgen“, sagt Jürgen Schreiber von der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. Ziel des gesundheitlichen Krisenmanagements müsse es sein, durch Notfallplanung aller Akteure die notwendige Resilienz* zu schaffen, um in solchen Krisen gestärkt agieren zu können.

Eine der Herausforderungen ist beispielsweise die Personalverfügbarkeit. In der präklinischen Versorgung und im Katastrophenschutz wirken vielfach auch Ehrenamtliche mit. Dabei handele es sich oftmals um Personen, die hauptberuflich in Krankenhäusern oder im Rettungsdienst tätig seien, sagt Jürgen Schreiber. „Allein hier stellt sich die Frage, an welcher Stelle diese Mitarbeitenden in einer Katastrophe oder Krise tätig werden und wo ihr Platz leer bleibt.“ Beim diesjährigen Symposium wird Schreiber die Sitzung „Spotlight Resilienz‘ Medizinische Versorgung angesichts von Katastrophen, Krisen und Krieg“ moderieren. Diese soll den Teilnehmenden ein besseres Verständnis ermöglichen und gleichzeitig dafür sensibilisieren, dass die Vielzahl der Herausforderungen mitunter noch gar nicht transparent genug ist, um Resilienz stärkende Maßnahmen im Sinne des Notfall- und Krisenmanagements wirkungsvoll zu etablieren und zu unterstützen.

Infektionsmanagement unter extremen Bedingungen
In einer anderen Session liegt der Fokus auf infektiologischen Aspekten in Katastrophensituationen. „Im Falle beispielsweise einer Überschwemmung muss man sich auf ein anderes Keimspektrum, möglicherweise hohe Fallzahlen und infektiologisch besondere Fragestellungen einstellen“, sagt Prof. Dr. Rolf Dembinski, Mitglied des Programmkomitees und der Wissenschaftlichen Leitung des Symposiums sowie Leiter des WIVIM e.V. Entsprechend ungewohnt könnten auch die Maßnahmen auf Intensivstationen ausfallen. „Wir müssen infektiologisch vorbereitet sein und klar definieren, womit zu rechnen ist.“

Im Panel wird Dembinski als Intensivmediziner sprechen sowie eine Mikrobiologin, eine Chirurgin und ein Vertreter von Ärzte ohne Grenzen mit umfangreicher Auslandserfahrung. Letzterer wird im Panel aus erster Hand berichten, wie ärztliche Versorgung in Katastrophengebieten tatsächlich abläuft.

Bildungsurlaub und Fortbildungspunkte für Klinikbeschäftigte
Dabei sein lohnt sich in vielfacher Hinsicht: Von der Registrierung beruflich Pflegender (RbP) werden sechs Punkte pro Tag, zehn Punkte für zwei Tage und zwölf Punkte für drei Tage vergeben. Die Ärztekammer Bremen vergibt 18 CME-Punkte (sechs Punkte pro Tag) zur Anrechnung auf das Fortbildungszertifikat.

In vielen Bundesländern ist das Symposium als Bildungsurlaub anerkannt. Welche das sind, erfahren Interessierte auf der Webseite unter dem Stichwort Bildungsurlaub.

Die Online-Registrierung für das 36. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege ist ab sofort möglich. Das aktuelle Programm sowie weitere Informationen sind ebenfalls auf der Website sowie in der Kongress-App verfügbar. Gute Nachrichten für alle, die es nicht nach Bremen schaffen: Ein ausgewählter Teil des Programms wird an allen drei Veranstaltungstagen live gestreamt. Für den Livestream-Zugang kann sich ebenfalls ab sofort auf der Website registriert werden. Wer bis Februar mit spannenden Themen aus der Intensiv- und Notfallmedizin sowie Intensivpflege auf dem Laufenden bleiben möchte, kann den Podcast „Bremer Wortbote“ hören, den Newsletter abonnieren oder auf LinkedIn gehen.

Fotos zur Veranstaltung finden Sie in unserer Cloud:
Link zur digitalen Pressemappe

Passwort: Symposium_2026

 

Bitte nehmen Sie das 36. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege 2026 in Ihren Veranstaltungskalender auf:

Datum:  Mittwoch bis Freitag, 11. bis 13. Februar 2026
Uhrzeit: 11.02.2026: 7.00 bis 19.00 Uhr
               12.02.2026: 7.30 bis 19.00 Uhr
               13.02.2026: 7.30 bis 16.00 Uhr
Ort:       MESSE BREMEN, Hallen 4, 4.1 und 5 sowie Congress Centrum Bremen (CCB)
Preise:  Es gibt vier Preisgruppen; Tageskarte ab 58 Euro

Mehr Infos:       www.intensivmed.de


Copyright Pressefotos:
Die Pressefotos dürfen nur für redaktionelle Zwecke in Zusammenhang mit Veranstaltungen der M3B GmbH verwendet werden. Die Urheberrechte liegen bei Karsten Klama. Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der M3B GmbH. Pressefotos, die redaktionell verwendet werden, müssen mit der entsprechenden Quellenangabe versehen werden. Abdruck und Veröffentlichung der Pressefotos ist honorarfrei. Wir bitten Printmedien um ein Belegexemplar, elektronische Medien (Internet) um eine kurze Benachrichtigung. Für eine gewerbliche Nutzung der Pressefotos bedarf es der vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Über das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege: Das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege hat sich in den vergangenen 35 Jahren zu einer der wichtigsten Plattformen der Fortbildung und des interdisziplinären Austauschs in ganz Europa entwickelt. Aufgrund des dynamischen Wandels in der Intensivtherapie, der sowohl Mediziner:innen als auch Pflegende und Mitarbeitende von Krankenhausverwaltungen ständig an ihre Grenzen stoßen lässt, sind hoch qualifizierte Fort- und Weiterbildungen enorm wichtig, um den hohen Anforderungen gerecht werden zu können. Der jährlich wiederkehrende dreitägige Kongress wird von drei Institutionen gemeinsam veranstaltet: dem Wissenschaftlichen Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin e. V. (WIVIM), der Bremer HCCM Consulting GmbH sowie CONGRESS BREMEN, M3B GmbH.

* Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, die Menschen hilft, schwierige Lebenssituationen und Krisen zu bewältigen und sich davon zu erholen, ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu erleiden. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Materialkunde und beschreibt die Eigenschaft von Stoffen, sich zu verformen und dann in die ursprüngliche Form zurückzukehren.


Weitere Informationen für die Redaktionen:
CONGRESS BREMEN · M3B GmbH
Vanessa Ranft, T 0421 3505 – 323
vanessa.ranft@m3b-bremen.de
www.congress-bremen.com

Druckversion Pressemitteilung

Download als PDF

Intensivmedizin+Intensivpflege_Foyer Halle 4_M3B GmbH-Jan_Rathke

Herunterladen

Die Urheberrechte liegen beim Fotografen, die Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der M3B GmbH. Pressefotos, die redaktionell verwendet werden, müssen mit der Quellenangabe „M3B/[Urheber]“ versehen werden.
Der Abdruck und die Veröffentlichung der Pressefotos sind honorarfrei. Wir bitten Printmedien um ein Belegexemplar, elektronische Medien (Internet) um eine kurze Benachrichtigung. Für eine gewerbliche Nutzung der Pressefotos bedarf es der vorherigen schriftlichen Zustimmung der M3B GmbH.

  • Eine große Gruppe von Menschen, einige stehend, andere gehend, versammelt sich in einem geräumigen, hell erleuchteten Innenflur. Schilder über dem Kopf weisen den Weg zu einem Symposium, zur Garderobe und zu anderen Räumen.

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 15.12.2025

    Krankenhäuser krisenresilient* machen

    Wie können deutsche Krankenhäuser krisenresilienter werden? Diese Frage beschäftigt derzeit zahlreiche Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt deutlich: Die bestehenden Strukturen vieler Kliniken sind nur eingeschränkt krisen- und verteidigungsfähig. Um Bedrohungslagen effektiv zu begegnen, seien erhebliche Investitionen in Personal, Technik und Bauten im Gesundheitswesen nötig. Das […]

  • Volle Hallen beim Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege. Die Menschen interagieren an verschiedenen Ständen mit medizinischer Ausrüstung und Technologie; einige Besucher sehen sich Produkte an, unterhalten sich oder laufen in der Gegend herum.

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 21.08.2025

    Intensiv weiterdenken: Medizin und Pflege im Dialog

    Hygiene vs. CO2-Abdruck – wie steril muss es auf Intensivstationen sein? Und: Wie verändern die neuen Reanimationsleitlinien die Praxis in Kliniken und im Rettungsdienst? Hochaktuelle Fragen wie diese stehen auf dem Programm des 36. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege, das Herausforderungen und Lösungsansätze in der Intensivversorgung in den Fokus rückt. Von Mittwoch bis Freitag, 11. bis […]

  • 35.Intensivmedizin+Intensivpflege 2025_ (c) M3B GmbH-Karsten_Klama

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 17.02.2025

    Intensiver Austausch zum Wohle der Patient:innen

    Unter dem Motto „intensiv verbunden seit 35 Jahren“ hat das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege seinen Geburtstag gefeiert. Von Mittwoch bis Freitag, 12. bis 14. Februar, füllten 4.507 Mediziner:innen, Pflegende und Mitarbeiter:innen aus Krankenhausverwaltungen sowie 356 Referent:innen und 181 Aussteller:innen das 35. Symposium mit Leben. „Wir konnten wieder zahlreiche engagierte Teilnehmende bei uns begrüßen – darunter […]

  • Intensivmedizin+Intensivpflege_Foyer Halle 4_(c) M3B GmbH-Jan_Rathke

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 06.02.2025

    Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege: Thementipps

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, ob Kindernotfälle im Rettungsdienst, die sichere Versorgung im Krankenhaus oder in der Geburtshilfe: Die Themen des Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege in der MESSE BREMEN und im Congress Centrum Bremen (CCB) sind wie gewohnt abwechslungsreich und hochkarätig besetzt. Bei der 35. Auflage von Mittwoch bis Freitag, 12. bis 14. Februar 2025, können […]

  • Symposium Intensivmed - Intensivpflege 09.01.2025

    Kindernotfälle, KI und Angst vor dem Krankenhaus

    Immer mehr Deutsche blicken mit Sorge auf eine mögliche Krankenhausbehandlung: Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse KKH äußerten bis zu 34 Prozent der 1.000 Befragten Ängste in Bezug auf den Fachkräftemangel, ständig wechselndes Personal und einen Mangel an persönlicher Betreuung. „In der Bevölkerung ist angekommen, dass sich die Bedingungen im Krankenhaus verändert […]

  • Blick in einen voll besuchten Vortragssaal. Alle Plätze sind besetzt. Die Menge schaut zu einer Leinwand, auf der eine Präsentation gezeigt wird. © M3B GmbH/Jan Rathke

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 29.08.2024

    Ausschreibungen Hanse-Preise

    Guten Tag, anlässlich des 35. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege, 12. – 14. Februar 2025 in Bremen, werden folgende Preise ausgeschrieben: Hanse-Preis für Intensivmedizin 2025 Hanse-Pflegepreis für eine fachpraktische Arbeit 2025 Hanse-Pflegepreis für eine pflegewissenschaftliche Arbeit 2025 Hanse-Promotionspreis für klinische Forschung in der Intensiv- und Notfallmedizin 2025 Hanse-Promotionspreis für experimentelle Forschung in der Intensiv- und Notfallmedizin […]

  • Intensivmed 2024 (c) M3B GmbH/Jan Rathke

    Symposium Intensivmed - Intensivpflege 22.08.2024

    Intensiv verbunden seit 35 Jahren

    Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert die Arbeit in der Intensivmedizin und Intensivpflege. Ob im Prozessmanagement, in Bereichen der prädiktiven Analytik oder beim Schonen von Ressourcen – KI hat großes Potenzial, Mediziner:innen und Pflegekräften die Arbeit zu erleichtern. „Technische Errungenschaften machen heute vieles möglich, was noch vor Jahren undenkbar war“, sagt Prof. Dr. Rolf […]