Als Honda 1968 die CB 750 Four präsentierte, begann eine neue Ära des Motorradbaus. Das erste japanische Vierzylindermotorrad eroberte in kürzester Zeit den boomenden US-Markt sowie die Schaufenster westeuropäischer Händler und erhielt erstmals das Prädikat „Superbike“. Doch die Geschichte des Vierzylinders reicht weiter zurück. Zum 25. Jubiläum der Classic Bremen Motorshow zeigen 24 Vierzylindermaschinen von 1913 bis 2001 die historische Entwicklung und bezeugen, wie rasant, souverän und auch unterschiedlich Motorräder mit vier Zylindern sein können. Exotische Marken wie FN, Nimbus, MBS oder Windhoff stehen im Kontrast zu populären Anbietern wie Honda, Kawasaki, MV Agusta oder auch Zündapp. Die Messe ist Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Februar 2027, für Enthusiasten geöffnet.
Die Anfänge
Der Vierzylinder galt lange als technischer Exot, dabei gibt es vierzylindrige Motorräder bereits seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Zunächst entstanden vor allem kultivierte Reisemaschinen für anspruchsvolle Enthusiasten. Besonders in den USA fand die Bauweise früh Verbreitung. In den 1920er- und 1930er-Jahren folgten auch in Europa bemerkenswerte Konstruktionen mit vier Zylindern und mindestens 500 cm³ Hubraum. Vor allen italienische Konstrukteure nutzten die „quattros“, um beeindruckende Rennmaschinen zu erschaffen, die später auch den Weg auf die Straßen fanden und Honda inspirierten.
Der Weg zum Superbike
1965 kündigten gleich zwei außergewöhnliche Motorräder den Wandel an: Der deutsche Konstrukteur Friedel Münch präsentierte seine „Münch-4“ mit einem leistungsstarken Vierzylindermotor aus dem Automobilbau. Im selben Jahr brachte MV Agusta die 600 auf den Markt und übertrug die Technik seines erfolgreichen Rennmotors auf ein Straßenmotorrad. Beide Modelle zeigten, welches Potenzial in der Kombination aus vier Zylindern und hoher Motorleistung steckte.
Den entscheidenden Schritt zum Massenphänomen machte jedoch Ende 1968 Honda mit der CB 750 Four. Erstmals verband ein japanischer Großserienhersteller vier Zylinder mit hoher Leistung, Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit für eine breite Käuferschicht. Die CB 750 Four leitete damit den Siegeszug des Superbikes ein. Kurz darauf setzte Kawasaki mit der Z 900 neue Maßstäbe bei Leistung und Hubraum.
Sonderschau mit 24 Exponaten
Vierzylindermaschinen prägten in der Folge die Motorradszene der 1970er- und 1980er-Jahre. Die 24 Motorräder der Sonderschau machen diese Entwicklung unmittelbar erlebbar: von frühen Pionierkonstruktionen und seltenen Exoten bis zu den legendären Superbikes, die den Motorradbau nachhaltig veränderten.
Die Bremen Classic Motorshow wird unterstützt vom Mercedes-Benz Werk Bremen, TÜV Süd und vom PS.SPEICHER.
Mehr Infos: www.classicmotorshow.de
Bildmaterial zum Download finden Sie in unserer digitalen Pressemappe:
Pressemappe BCM 2027
Passwort: ClassicMotorshow*27
Bitte nehmen Sie die Bremen Classic Motorshow in Ihren Veranstaltungskalender auf:
Datum: Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Februar 2027
Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr
Ort: MESSE BREMEN
Preise: Tagesticket im VVK online 20 Euro, ermäßigt 18 Euro
Tagesticket vor Ort 22 Euro, ermäßigt 20 Euro
Zwei-Tages-Karte VVK online 30 Euro
Zwei-Tages-Karte vor Ort 32 Euro
Vorverkauf online startet voraussichtlich Anfang Oktober
Mehr Infos: www.classicmotorshow.de
Über die Bremen Classic Motorshow: Die Bremen Classic Motorshow ist seit 2003 die erste große Oldtimer-Messe zu Beginn des Jahres in Deutschland. Am ersten Wochenende im Februar kommen Sammler:innen und Schrauber:innen, Einsteiger:innen und Enthusiast:innen, Händler:innen und Restaurator:innen, Vereine und Freund:innen für drei Tage in den Hallen der MESSE BREMEN zusammen. Bis einschließlich 2020 haben auf der Präsenzmesse jährlich bis zu 45.000 Besucher:innen auf mehr als 52.000 qm Ausstellungsfläche den Start in die Oldtimersaison zelebriert. Für das breite Angebot sorgten die mehr als 700 Ausstellenden aus zwölf Nationen. 2021 und 2022 musste die Oldtimermesse coronabedingt als Präsenzveranstaltung abgesagt werden. Stattdessen wurde sie als Online-Event mit einem Livestream ins Internet verlegt. Außerdem erfand die Bremen Classic Motorshow die Kategorie der „Roten Liste“. Fahrzeuge, die früher auf den Straßen allgegenwärtig waren, heutzutage aber nahezu verschwunden sind. Die Idee wurde anschließend durch Medien und die Szene weiter etabliert. Seit dem Jahr 2023 widmet sich die BCM verstärkt auch dem Oldtimer-Nachwuchs. 2027 feiert die BCM ihre 25. Ausgabe.
Weitere Informationen für die Redaktionen:
MESSE BREMEN · M3B GmbH
Kerstin Weiß, T 0421 3505 – 434
kerstin.weiss@m3b-bremen.de
www.messe-bremen.de