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Pressemitteilungen

  • LEBEN UND TOD | 29.09.2022

    „Gibt’s im Himmel Eiscreme?“

    Beim Spielen im Wohnzimmer fragt das Kind plötzlich: „Friert Opa nicht, wenn er unter der Erde liegt?“ – ganz unbefangen und mit kindlicher Neugier. Bei Erwachsenen sorgen Fragen wie diese ...

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    Mutige Veranstaltung feiert am 21. und 22. Oktober Premiere in Freiburg

    Beim Spielen im Wohnzimmer fragt das Kind plötzlich: „Friert Opa nicht, wenn er unter der Erde liegt?“ – ganz unbefangen und mit kindlicher Neugier. Bei Erwachsenen sorgen Fragen wie diese erst einmal für Unsicherheit. Kann ich mit Kindern offen über die Themen am Lebensende sprechen oder mute ich ihnen damit zu viel zu? Antworten versprechen Expert:innen im Rahmen der 1. LEBEN UND TOD am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober, in der Messe Freiburg. In rund 40 Vorträgen und Lesungen erfahren interessierte und betroffene Besucher:innen, wie sie mit jungen Menschen auf Augenhöhe über das Sterben, den Tod und die Trauer reden können.

    Den Tod als etwas Natürliches verstehen

    Unter dem Titel „Gibt es im Himmel Eiscreme?“ geht es um Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsenen in der Sterbe- und Trauerbegleitung. Mechthild Schroeter-Rupieper, Trauerbegleiterin und Referentin bei der LEBEN UND TOD, weiß: „Erwachsene haben es in der Regel als junge Menschen nicht gelernt, unbefangen über Tod und Trauer und damit einhergehend über Krisenbewältigung zu sprechen. Es macht sie unsicher und sie übertragen ihre eigene Not auf die nächste Generation.“ Aus diesem Grund rät sie erwachsenen Bezugspersonen, sich mit den eigenen Sorgen auseinanderzusetzen und Beratungsangebote anzunehmen. So können sie jungen Menschen eine gute Stütze sein und sie spüren lassen, dass der Tod etwas Natürliches ist. In ihrem Vortrag am Freitag, 21. Oktober, thematisiert sie unter anderem, ob und wenn ja, ab welchem Alter Kinder mit ins Krankenhaus, zum Bestatter oder zur Beerdigung genommen werden sollten.

    „Komm, wir spielen Beerdigung“

    Eine weitere Möglichkeit der Annäherung bietet der Niederländer Richard Hattink. Getreu dem Motto „Komm, wir spielen Beerdigung“ hat der Bestattungsunternehmer und Trauerpädagoge spezielles Bestattungsspielzeug entwickelt, um Kindern einen leichten Zugang zu den Themen am Lebensende zu ermöglichen und gleichzeitig mit ihnen ins Gespräch zu kommen. „Kinder entwickeln verrückte Phantasien, wenn man nicht ehrlich mit ihnen spricht“, sagt Hattink und verweist auf das Beispiel des vierjährigen Marco, der seine Mutter fragte, wie man den verstorbenen Opa durch die Kloschüssel hinunterspülen wolle und ob man ihn dafür kleinschneiden müsse. Was im ersten Moment verstörend wirkt, ist laut Hattink aus Kindersicht eine logische Schlussfolgerung: „Durch feinfühliges Nachfragen ergab sich: Der wenige Wochen zuvor gestorbene Goldfisch war über die Toilette entsorgt worden. Der Junge hatte seinen Opa mit dem Goldfisch gleichgestellt und folglich war für ihn klar, dass die Toilette der übliche Ort sei, um Verstorbene zu entsorgen.“

    Bunte und vielfältige Messe

    Das Beispiel des kleinen Marco zeigt, wie wichtig es ist, die Gefühle und Gedanken der Kinder ernst zu nehmen und offen über das Sterben zu sprechen. Hier setzt das diesjährige Schwerpunktthema der LEBEN UND TOD an. „Wir möchten zeigen, dass es gar nicht schlimm sein muss, sich mit der Endlichkeit
    des Lebens auseinanderzusetzen“, sagt Projektleiterin Meike Wengler. „Unsere Veranstaltung ist bunt und vielfältig, es wird gesungen und gelacht. Wer eine getragene und traurige Stimmung erwartet, wird überrascht sein.“ Die mehr als 80 Ausstellenden wurden sorgfältig ausgewählt, unter ihnen befinden sich Vereine, Künstler:innen und Dienstleistende ebenso wie Anbieter:innen von Literatur, Trauerschmuck, Aromaölen, Erinnerungsstücken oder handgefertigten Holzurnen. „Gleichzeitig gibt es aber auch ganz praktische Beratungsangebote zu Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“, ergänzt Wengler.

    Ein Gewinn für die Region

    Bereits seit 13 Jahren findet die LEBEN UND TOD erfolgreich in Bremen statt – nun wagen die Veranstalter:innen den Weg nach Süddeutschland. In Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) soll das deutschlandweit einzigartige Konzept zukünftig auch den Süden der Republik erobern. Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM, sieht die

    Veranstaltung als Gewinn für die Region: „Hier kommen haupt- und ehrenamtlich Tätige verschiedener Professionen zusammen, Privatbesuchende finden Anregungen, Tipps und die richtigen Ansprechpartner:innen – und das alles in einer hellen und lebensbejahenden Atmosphäre. Eine vergleichbare Plattform zu diesen Themen gibt es bisher im süddeutschen Raum nicht.“

    Die 1. LEBEN UND TOD Freiburg findet am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober, in der Messe Freiburg statt. Sie richtet sich an Betroffene und Interessierte ebenso wie an Fachteilnehmende aus Pflege, Palliative Care, Hospiz, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur. Das Messeticket kostet ab 8 Euro und bietet Zugang zu den offenen Vorträgen und Lesungen sowie zur vielseitigen Ausstellung.

    Mehr Infos unter: www.leben-und-tod.de

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    Weitere Informationen für Redaktionen:
    Kerstin Weiß
    +49 421 3505 434
    kerstin.weiss@m3b-bremen.de

     

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  • LEBEN UND TOD | 30.08.2022

    „Komm, wir spielen Beerdigung“

    Eine Rehmutter springt fröhlich mit ihrem Rehkitz durch den Schnee. Plötzlich wittert sie Gefahr und bittet ihr Kleines, Bambi, im nahen Wald Schutz zu suchen. Beide rennen und ...

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    LEBEN UND TOD befasst sich mit Kindern und Jugendlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung

    Eine Rehmutter springt fröhlich mit ihrem Rehkitz durch den Schnee. Plötzlich wittert sie Gefahr und bittet ihr Kleines, Bambi, im nahen Wald Schutz zu suchen. Beide rennen und rennen. Schüsse eines Jagdgewehrs sind zu hören. Im Wald angekommen, freut sich Bambi: „Wir haben es geschafft, Mama. Wir haben es geschafft.“ Doch die Mama ist nicht da. „Mama, Mama“, klingen die verzweifelten Rufe des kleinen Rehkitzes durch den Wald. Dann folgt die traurige Gewissheit: „Du brauchst auf deine Mutter nicht mehr zu warten. Die Jäger haben sie…“.

    Diese berühmte Szene aus Walt Disneys‘ Bambi rührt auch achtzig Jahre nach der Kinopremiere zu Tränen – und es stellt sich die Frage: Würden Sie einem Kind erlauben, diesen Film zu sehen? Die meisten Erwachsenen würden vermutlich ohne zu zögern sagen: „Ja, klar. Das ist doch schließlich ein Kinderfilm.“ Wenn man dieselben Erwachsenen aber fragen würde, ob sie ein Kind mit ins Krankenhaus oder zu einer Beerdigung nehmen würden, fiele die Antwort wahrscheinlich nicht ganz so eindeutig aus.

    Doch wieso eigentlich? In beiden Fällen – Film und Realität – werden junge Menschen mit dem Tod und der Endlichkeit des Lebens konfrontiert, in der fiktiven Welt sogar auf viel dramatischere Art und Weise. Hier muss Bambi hilflos miterleben, wie die eigene Mutter durch den Schuss eines Jägers getötet wird. Oder denken Sie nur an „König der Löwen“, wo der Vater des kleinen Löwen Simba auf hinterlistige Art vom eigenen Bruder getötet wird. Selbst wenn den  Zuschauenden am Filmende stets ein Happy End präsentiert wird, so bleiben die Kinder mit dem Gesehenen doch meist allein. Dabei können sie in der Regel noch nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, es entstehen Ängste und Unsicherheiten.

    Kindern spielerisch die Themen am Lebensende näherbringen

    Hier setzt die Kongressmesse LEBEN UND TOD an, die sich in diesem Jahr mit Kindern und Jugendlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung befasst. In rund 60 Vorträgen und Workshops informieren und diskutieren Expert:innen aus Deutschland und den Nachbarländern am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober, in der Messe Freiburg über den richtigen Umgang mit jungen Menschen im Zusammenhang mit dem Thema Tod.

    Einer von ihnen ist der Niederländer Richard Hattink. Unter dem Motto „Komm, wir spielen Beerdigung“ hat der Bestattungsunternehmer und Trauerpädagoge spezielles Bestattungsspielzeug entwickelt, um Kindern einen leichten Zugang zu den Themen am Lebensende zu ermöglichen und gleichzeitig mit ihnen ins Gespräch zu kommen. „Kinder entwickeln verrückte Phantasien, wenn man nicht ehrlich mit ihnen spricht“, sagt Hattink und verweist auf das Beispiel des vierjährigen Marco, der seine Mutter fragte, wie man den verstorbenen Opa denn durch die Kloschüssel hinunterspülen wolle und ob man ihn dafür kleinschneiden müsse. Was im ersten Moment verstörend wirkt, ist laut Hattink aus Kindersicht eine logische Schlussfolgerung: „Durch feinfühliges Nachfragen ergab sich: Der wenige Wochen zuvor gestorbene Goldfisch war über die Toilette entsorgt worden. Der Junge hatte seinen Opa mit dem Goldfisch gleichgestellt und folglich war für ihn klar, dass die Toilette der übliche Ort sei, um Verstorbene zu entsorgen.“

    Realisieren, handeln und Abschied nehmen

    Das Beispiel des kleinen Marco zeigt, wie wichtig es ist, die Gefühle und Gedanken der Kinder ernst zu nehmen und offen über die Themen am Lebensende zu sprechen. Dafür plädiert auch die freischaffende Theologin Barbara Lehner. Die Schweizerin engagiert sich seit vielen Jahren in der Familientrauerbegleitung und legt ihren Schwerpunkt bewusst auf die Zeit zwischen dem Tod und der Bestattung. „In dieser Zeit des Abschiednehmens sollten Kinder und Jugendliche bewusst mit einbezogen werden. Denn wer den Tod realisieren, wer handeln und den Toten einen letzten Liebesdienst erweisen kann, kommt besser mit dem Abschied klar“, sagt Lehner. Dies gelte für junge ebenso wie für ältere Menschen. In ihrem Workshop auf der LEBEN UND TOD erklärt sie die einzelnen Schritte des Abschiednehmens und lotet gemeinsam mit den Teilnehmenden anhand ihrer Praxiserfahrungen Handlungsmöglichkeiten aus.

    Kinderhospize als wichtige Anlaufstelle
    Schon Walt Disneys Bambi zeigt, wie schmerzhaft und ungerecht der Tod erscheint, wenn er die Rehmutter zu früh aus dem Leben nimmt und damit dem natürlichen Lauf des Lebens widerspricht. „Mit Kindern über das Sterben sprechen, ist das eine“, sagt Meike Wengler, Projektleiterin der LEBEN UND TOD. „Aber wenn Kinder sterben, stellt das die Hinterbliebenen und auch die Trauerbegleitenden vor eine besondere Herausforderung. Auch diesem Aspekt der Trauer- und Sterbebegleitung widmen wir uns im Rahmen der Kongressmesse.“

    Eine Anlaufstelle für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern sind Kinderhospize. Welche Form der Unterstützung die Einrichtungen Betroffenen bieten können, weiß Sabine Kraft, Gründerin der Bundesstiftung Kinderhospiz. Gemeinsam mit Franziska Kopitzsch, Geschäftsführerin vom Bundesverband Kinderhospiz e.V., und einer betroffenen Mutter versucht sie auf der LEBEN UND TOD, den Teilnehmenden mögliche Ängste in der Begleitung trauernder Eltern zu nehmen. In ihrem gemeinsamen Vortrag werden Sorgen, Hoffnungen, Hemmungen und Nöte der Betroffenen deutlich. „Lena ist mit 16 Jahren an einem Hirntumor gestorben. Als die Diagnose kam, geriet das ganze Familiengefüge durcheinander“, sagt Kraft und erläutert: „Kinderhospizarbeit war der Familie nicht bekannt. Erst durch eine aktive Kontaktaufnahme konnte langsam eine Annäherung hergestellt werden, so dass Lena kurz vor ihrem Tod ein Kinderhospiz besuchte. Für alle Familienmitglieder war die Situation sehr belastend.“ Untermalt wird der Vortrag von einem Kurzfilm mit Bildern und Momentaufnahmen von Lena. „Auch nach ihrem Tod geht das Leben weiter – ohne Lena – mit Trauer, Sorgen und Nöten. Ihre Mutter schildert eindrücklich
    wie sie mit ihrer Trauer umgeht“, sagt Kraft.

    Anregungen für die eigene Arbeit
    Offen über die Themen am Lebensende zu reden hilft nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen. „Aus diesem Grund haben wir unser diesjähriges Kongressthema bewusst weit gefasst und bieten in den Vorträgen und Workshops Anregungen für Begleitende von Personen aller Altersklassen und Lebenssituationen“, sagt Wengler. Darüber hinaus erwartet die Teilnehmenden der LEBEN UND TOD eine begleitende Ausstellung, die Inspiration für die eigene Arbeit liefert und professionsübergreifenden Austauschmöglichkeiten bietet.

    Die erste LEBEN UND TOD Freiburg findet am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober, in der Messe Freiburg statt. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es unter www.leben-und-tod.de.

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    Weitere Informationen für Redaktionen:

    Kerstin Weiß
    +49 421 3505 434
    kerstin.weiss@m3b-bremen.de

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  • LEBEN UND TOD | 29.06.2022

    LEBEN UND TOD erstmals in Freiburg

    Nach dem gelungenen Re-Start der 13. LEBEN UND TOD mit mehr als 4.000 Besucher:innen in der MESSE BREMEN steht in diesem Herbst die langersehnte Premiere der LEBEN UND TOD Freiburg an. ...

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    Kongressmesse bietet professionsübergreifenden Austausch für Fach- und Privatbesucher:innen

    Nach dem gelungenen Re-Start der 13. LEBEN UND TOD mit mehr als 4.000 Besucher:innen in der MESSE BREMEN steht in diesem Herbst die langersehnte Premiere der LEBEN UND TOD Freiburg an. In Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) soll das deutschlandweit einzigartige Konzept zukünftig auch den Süden der Republik erobern.

    „Ein Kongressprogramm, zwei Termine – damit können wir unser Einzugsgebiet deutlich vergrößern und Interessierten aus ganz Deutschland und den angrenzenden deutschsprachigen Nachbarländern Zugang zu den Veranstaltungsthemen bieten“, begründete Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der M3B GmbH, zu der die MESSE BREMEN gehört, 2019 die Entscheidung für den zweiten Standort. Aufgrund der Coronapandemie musste die Premiere jedoch zweimal verschoben werden – am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober 2022, soll es nun endlich soweit sein.

    Sich dem Tod auf überraschende und lebendige Weise nähern“

    Für die Region ist die Veranstaltung laut Susanne Kränzle, Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerbandes Baden-Württemberg, ein großer Gewinn: „Etwas Besseres als den Tod findest du überall, heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten. Die langjährig etablierte Bremer Messe LEBEN UND TOD finden wir jetzt auch im süddeutschen Freiburg. Prima, dass wir uns dort an zwei Tagen im Jahr den Themen Sterben, Tod und Trauer auf überraschende und höchst lebendige Weise annähern können.“ Die Besucher:innen erwartet eine Mischung aus Fachkongress mit begleitender Messe sowie ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Musik und Literatur für Betroffene und interessierte Bürger:innen. Unter dem Titel „Gibt es im Himmel Eiscreme?“ widmen sich Expert:innen aus Palliative Care, Hospiz, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur im Schwerpunkt Kindern und Jugendlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung.

    Vielfältiges und professionsübergreifendes Vortragsprogramm

    „Wer die LEBEN UND TOD Bremen schon einmal besucht hat, weiß um die Themenvielfalt und den professionsübergreifenden Austausch. Diese Besonderheiten wird es auch in der Messe Freiburg geben“, sagt Projektleiterin Meike Wengler. So bringt Ivana Seger, Expertin für tiergestützte Therapie im palliativen Bereich, ihre zwei Therapiehunde mit. Jens Terjung, Seelsorger am Klinikum Freiburg, macht auf die Seelsorge bei Geschwistern aufmerksam. Er greift in seinem Vortrag Fragen betroffener Eltern aus dem Klinikalltag auf und zeigt, wie er und seine Kolleg:innen damit umgehen. Hingegen erklärt Susanne Haller, Leiterin der Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie in Stuttgart, wie Achtsamkeitspraxis und Commitment Strategien für Pflegende und Betreuende helfen, fit im Job zu bleiben.

    Einem vermeintlichen Tabuthema, dem Suizid, widmet sich Chris Paul, eine der renommiertesten Trauerexpertinnen Deutschlands. Sie kennt die Herausforderungen erwachsener Bezugspersonen, mit Kindern und Jugendlichen über den Tod zu sprechen. Auf der LEBEN UND TOD spricht sie u.a. über die Suizidgefahr junger Menschen, wenn sie vom Freitod einer nahestehenden Person erfahren, und wie erwachsene Bezugspersonen mit Wut und Schuldvorwürfen umzugehen lernen.

    „Uns ist es wichtig, sowohl kinderspezifische Themen anzubieten als auch Inhalte, die in der Erwachsenenbegleitung eine Rolle spielen“, sagt Wengler. „Oft sind es ja ähnliche Probleme und Herausforderungen, etwa bei ethischen Fragen oder der Selbstsorge der Begleitenden. Wir fördern gezielt den Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, ob aus Trauerbegleitung oder Palliative Care. Das ist ein Teil unseres Konzepts, welches seit 13 Jahren erfolgreich in Bremen funktioniert und das wir jetzt mit nach Freiburg bringen.“

    Messe für Privat- und Fachbesucher:innen rundet Konzept ab

    Ebenfalls Teil des Konzeptes ist die vielfältige Messe, die sich aus kommerziellen Anbietern – zum Beispiel von Urnen oder Aromaölen – aber auch aus Selbsthilfegruppen, Vereinen oder Glaubensgemeinschaften zusammensetzt. „Einige Aussteller:innen aus Bremen, die bundesweit aktiv sind, nehmen wir mit. Aber natürlich finden sich in Freiburg auch viele regionale Ansprechpartner:innen. Die Teilnehmenden wissen gerade die Mischung aus Produkten und Inhalten sehr zu schätzen – ideal zum Netzwerken und für den Blick über den Tellerrand“, so Wengler.

    Die Teilnahme an der LEBEN UND TOD Freiburg ist sowohl live vor Ort als auch digital von zu Hause aus möglich. Für beide Varianten erhalten die Teilnehmenden Pflegepunkte der Registrierung beruflich Pflegender (RbP). Das Messeticket ist ab 7 Euro und der Zugang zum Fachkongress ab 25 Euro erhältlich.

    Mehr Infos und Anmeldung: www.leben-und-tod.de

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    Über die LEBEN UND TOD
    Die LEBEN UND TOD ist eine bundesweit einzigartige Mischung aus Fachkongress und Messe rund um die Themen am Lebensende. Der Fachkongress als Branchentreff, Netzwerkplattform und Impulsgeber richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus Pflege, Palliative Care, Hospiz, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur. Auf der begleitenden Messe präsentieren Aussteller:innen den Fachleuten aber auch den Privatbesucher:innen ihre Produkte und Dienstleistungen. Offene Vorträge bieten hilfreiche Tipps und Ansprechpartner:innen zu Themen wie Patientenverfügung, Vorsorge, Trauerbewältigung und Bestattungsmöglichkeiten. Abgerundet wird das Angebot durch ein vielfältiges und lebensbejahendes Rahmenprogramm mit Live-Musik und Lesungen.

     

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  • LEBEN UND TOD | 10.05.2022

    Messe LEBEN UND TOD erfolgreich in Präsenz

    Montag, 9. Mai 2022 · Es herrschte großer Andrang vor der Bremer ÖVB-Arena am vergangenen Freitag. Grund hierfür war die 13. LEBEN UND TOD. Der Fachkongress mit begleitender Messe fand nach zwei ...

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    Mehr als 4.000 Besucher:innen kamen zum Re-Start nach der Corona-Pause in die ÖVB-Arena

    Montag, 9. Mai 2022 · Es herrschte großer Andrang vor der Bremer ÖVB-Arena am vergangenen Freitag. Grund hierfür war die 13. LEBEN UND TOD. Der Fachkongress mit begleitender Messe fand nach zwei Jahren pandemiebedingter Präsenzpause am Freitag und Samstag, 6. und 7. Mai, wieder live vor Ort stand. Während haupt- und ehrenamtlich Tätige aus Hospiz, Pflege und Palliative Care, Seelsorge, Trauerbegleitung und Bestattungskultur beim Fachkongress diskutierten, informierten sich Betroffene und interessierte Bürger:innen bei den 108 Ausstellenden und in offenen Vorträgen über die Themen am Lebensende. Insgesamt verzeichneten die Organisatoren 4.279 Besucher in der ÖVB-Arena.

    „Wir freuen uns sehr, dass uns der Re-Start nach der coronabedingten Pause gelungen ist. Es war wie ein einziges großes Klassentreffen mit einer positiven Grundenergie“, sagt Projektleiterin Meike Wengler von der MESSE BREMEN. „Auch viele neue Besucher:innen aus ganz Deutschland durften wir begrüßen, die von der ganz besonderen Atmosphäre angetan waren. Einzigartig an der LEBEN UND TOD sind die persönlichen Begegnungen vor Ort, der professionsübergreifende Austausch und das Zusammentreffen von Fachleuten und privat Teilnehmenden. All das konnten wir uns auch nach zweijähriger Präsenzpause bewahren.“

    Trotz der deutlich kleineren ÖVB-Arena, in die das Messeteam umziehen musste, um Platz für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in den Hallen 6 und 7 zu schaffen, konnte an den Erfolg der Jubiläumsausgabe 2019 angeknüpft werden. Auch die Aussteller:innen zeigten sich mehr als zufrieden: „Bei vielen waren schon am Freitag alle Flyer verteilt oder Produkte ausverkauft“, sagt Meike Wengler.

    Das deutschlandweit einzigartige Konzept wird im Herbst erstmals nach Süddeutschland exportiert. Bereits 2019 hatten die Verantwortlichen die Expansion der LEBEN UND TOD nach Freiburg verkündet. Aufgrund der Coronapandemie musste die Premiere jedoch zweimal verschoben werden. Nun soll es endlich klappen: am Freitag und Samstag, 21. und 22. Oktober 2022, in der Messe Freiburg.

    Der Termin für die 14. LEBEN UND TOD in Bremen steht ebenfalls fest: Freitag und Samstag, 5. und 6. Mai 2023.

    Mehr Infos: www.leben-und-tod.de

     

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  • LEBEN UND TOD | 06.05.2022

    Bilderdienst der 13. LEBEN UND TOD

    Nach zwei Jahren coronabedingter Pause kehrt die LEBEN UND TOD an diesem Freitag und Samstag, 6. und 7. Mai, zurück in die ÖVB-Arena und findet erstmals in Hybridform statt. „Ein Alleinstellungsmerkmal ...

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    Nach zwei Jahren coronabedingter Pause kehrt die LEBEN UND TOD an diesem Freitag und Samstag, 6. und 7. Mai, zurück in die ÖVB-Arena und findet erstmals in Hybridform statt. „Ein Alleinstellungsmerkmal unserer Veranstaltung ist der persönliche Austausch zwischen Fachteilnehmern, Ausstellern, Autoren und Privatbesuchern – dieser ist in den vergangenen zwei Jahren auf der Strecke geblieben und umso mehr freuen wir uns nun auf das Wiedersehen“, sagt Projektleiterin Meike Wengler von der MESSE BREMEN. Der Andrang am Morgen war groß – die Besucherschlange vor dem Eingang reichte bis nah an den Hauptbahnhof, die Stühle im Forum waren zum Eröffnungsvortrag von Theologin Prof. Margot Käßmann allesamt besetzt.

    Wir haben Ihnen erste Eindrücke zusammengestellt, die Sie gerne für Ihre Berichterstattung verwenden dürfen.

    Copyright Pressefotos:

    Die Pressefotos dürfen nur für redaktionelle Zwecke in Zusammenhang mit Veranstaltungen der M3B GmbH verwendet werden. Die Urheberrechte liegen bei Oliver Saul. Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der M3B GmbH. Pressefotos, die redaktionell verwendet werden, müssen mit der entsprechenden Quellenangabe „M3B GmbH/Oliver Saul“ versehen werden. Abdruck und Veröffentlichung der Pressefotos ist honorarfrei. Wir bitten Printmedien um ein Belegexemplar.

    Weitere Informationen für die Redaktionen:
    MESSE BREMEN/M3B GmbH
    Kerstin Weiß, Tel. +49 421 3505 – 434
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  • LEBEN UND TOD | 04.05.2022

    200 Sachbücher für das Land Bremen

    „Der Tod ist die normalste Sache der Welt“, sagt der kleine Philosoph Knietzsche. Er wurde von Autorin Anja von Kampen erschaffen, um Kindern und auch Erwachsenen die Themen am Lebensende ...

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    „Knietzsche und der Tod“ gibt kindgerechte Antworten auf die Fragen am Lebensende

    „Der Tod ist die normalste Sache der Welt“, sagt der kleine Philosoph Knietzsche. Er wurde von Autorin Anja von Kampen erschaffen, um Kindern und auch Erwachsenen die Themen am Lebensende anschaulich zu erklären und mögliche Ängste zu nehmen. Von Kampens kindgerechtes Sachbuch „Knietzsche und der Tod – Alles über die normalste Sache der Welt“ ist das erste seiner Art in Deutschland. Am heutigen Mittwoch, 4. Mai, überreichte die Autorin gemeinsam mit Bremer Unterstützern der Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, 200 Exemplare für die Schulbibliotheken im Land Bremen.

    Mit Kindern offen über das Lebensende sprechen

    Begleitet von fröhlichem Stimmengewirr der Viertklässler der Schule an der Lessingstraße nahm die Senatorin am Vormittag die Sachspende dankend entgegen und betonte die Wichtigkeit, die Themen am Lebensende auch im Bildungskontext zu berücksichtigen: „Wenn jemand stirbt, berührt und bewegt es Menschen und ist gleichzeitig traurig und unfassbar, gerade auch für Kinder und Jugendliche. Da ist es wichtig, dass sie sich gesehen und geborgen fühlen. Da sind die Menschen, die in Kita und Schule für die Kinder da sind und sie begleiten, eine große Hilfe. Und ganz generell ist eine offene Kommunikation über Tod und Trauer wichtig – weil das zum Leben untrennbar dazugehört. Auch das kann Kita und Schule Kindern mitgeben.“

    Die Arbeit mit dem Tod

    Möglich gemacht wurde die Sachspende dank der Unterstützung Bremer Institutionen. Im Gespräch mit den Kindern beantworteten Herwig Gründel (GE BE IN Bestattungsinstitut Bremen GmbH), Pastorin Christine Kind (Bremische Evangelische Kirche) und Dr. Marion Engler (Förderverein Palliativstation am Klinikum Links der Weser) Fragen zu ihrem Beruf: „Was passiert mit dem Körper, wenn er tot ist?“, „Welche Bestattungsformen gibt es überhaupt?“ und „Welche Rituale gibt es in anderen Teilen der Welt, wenn jemand gestorben ist?“.

    „Nur wer den Tod kennt, kann stark mit ihm umgehen“

    „Knietzsche und der Tod“ vermittelt die Themen am Lebensende auf leichte, liebevolle und anschauliche Art. „Egal ob man nur sterbensneugierig oder gerade ein Trauerkloß ist – jeder findet hier Wissen und gute Gefühle. Es geht um Trauer, Abschied, Rituale, Maden, pinkelnde Tote oder Bestattungen in den unterschiedlichen Religionen. Mal tröstend, mal gruselig, spannend oder sogar lustig“, sagt Anja von Kampen. Ihre Devise lautet „Nur wer den Tod kennt, kann stark mit ihm umgehen.“ Das beginne schon damit, dass jede Form der Trauer absolut in Ordnung sei und dass jeder glauben dürfe, was er wolle. „Wissen beruhigt und kann Ängste vermeiden, am besten nicht erst, wenn der Tod an die Tür klopft. Wo Eltern vielleicht mal die richtigen Worte fehlen, springt Knietzsche ein und eröffnet das Gespräch“, so von Kampen weiter.  

    Bremer Messe ermutigt zu offener Kommunikation

    Für Projektleiterin Meike Wengler von der MESSE BREMEN ist die Unterstützung der Aktion Ehrensache. „Wir engagieren uns seit nunmehr 13 Jahren dafür, die so wichtigen Themen am Lebensende in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei haben auch wir die Erfahrung gemacht, dass Literatur generationsübergreifend eine wichtige Rolle spielt. Sie kann aufklären und Trost spenden.“ Getreu Knietzsches Motto „Das Leben ist zu toll, um nicht über das Ende Bescheid zu wissen“ ermutigt die 13. LEBEN UND TOD am Freitag und Samstag, 6. und 7. Mai, in der ÖVB-Arena Erwachsene, offen mit Kindern und Jugendlichen über die Themen am Lebensende zu reden. Auf der Messe präsentieren mehr als 100 Ausstellende ihre Produkte und Dienstleistungen für privat Interessierte und Betroffene, Vereine bieten praxisnahe Informationen und Ansprechpartner:innen. Das Messeticket kostet ab 7 Euro und ist an der Tageskasse erhältlich.

    Mehr Infos: www.leben-und-tod.de

     

    Weitere Informationen für die Redaktionen:
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