Pressemitteilungen

  • WISSENSWERTE | 12.09.2019

    Herausforderungen des Qualitätsjournalismus

    Ein preisgekrönter Journalist veröffentlicht über Jahre Arbeiten mit erfundenen Personen, Begegnungen und Zitaten. Einige Texte sind gar komplett erdacht. Was nach dem Plot eines Krimis klingt, wurde im ...

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    WISSENSWERTE im Congress Centrum Bremen stellt sich neu auf

    Ein preisgekrönter Journalist veröffentlicht über Jahre Arbeiten mit erfundenen Personen, Begegnungen und Zitaten. Einige Texte sind gar komplett erdacht. Was nach dem Plot eines Krimis klingt, wurde im Dezember 2018 als Realität entlarvt. Der Fall Relotius erschütterte die Medienlandschaft und löste Debatten über die Glaubwürdigkeit und Dokumentationspflicht von Journalisten aus. Er ist eines von zahlreichen aktuellen Themen der WISSENSWERTE von Montag bis Mittwoch, 25. bis 27. November, im Congress Centrum Bremen. In ihrem 16. Jahr haben die Veranstalter das Programm des Dialogforums für Journalisten sowie Wissenschafts- und Wirtschaftskommunikatoren neu strukturiert und auf die drei Säulen „Wissen“, „Daten“ und „Medien“ gestellt.

    Im Bereich „Medien“ geht es um den zuvor erwähnten Fall Relotius, der exemplarisch für Zeiten von Fake News und Halbwahrheiten steht. Die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim sieht darin neue Chancen für den Journalismus. Die 32-Jährige – auch bekannt aus dem WDR-Wissenschaftsmagazin Quarks – hält in diesem Jahr den Eröffnungsvortrag. „Die Menschen wollen ein immer stärker personalisiertes und fragmentiertes Nutzererlebnis und das Netz quillt über von widersprüchlichen Informationen. Falschinformationen erobern und lenken öffentliche Diskussionen“, sagt Nguyen-Kim. Dennoch liege zwischen Clickbaiting, Algorithmen und gesponserten Beiträgen ein nie dagewesenes Potential. Sie selbst ist seit drei Jahren erfolgreich auf YouTube aktiv und sieht hier eine neue Form des Qualitätsjournalismus. In ihren wöchentlichen Videos erklärt sie naturwissenschaftliche Phänomene alltagsnah und verständlich. Kann Handystrahlung Krebs verursachen? Wie gefährlich ist Schlafentzug? Und woran erkennt man Fake News? Fragen wie diesen geht sie fachlich fundiert auf den Grund und begeistert damit knapp eine halbe Million Abonnenten.

    Wie wichtig, aber auch kontrovers die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten im Journalismus sein kann, zeigt das Beispiel des viel diskutierten Dieselskandals. Fahrverbote, Feinstaub, Dieselgrenzwerte – Begriffe wie diese haben Hochkonjunktur. Themen, die sich im Spannungsfeld zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bewegen, machen die Berichterstattung der Medien oftmals zu einer Gratwanderung. Das Problem: Journalisten sind angesichts der Komplexität kritischer Sachverhalte, wie eben jener Diskussion um Dieselfahrzeuge, und der Emotionalität im Umgang damit auf wissenschaftliche Studien angewiesen. Doch woher Fakten nehmen und Haltung beziehen, wenn die Wissenschaft (noch) keine fundierten Ergebnisse liefern kann? Kann Wissenschaft dem Tempo von Politik und Medien überhaupt standhalten? Dieses Spannungsfeld diskutieren unter anderem die Journalisten Veronika Hackenbroch (Spiegel), Wulf Schmiese (heute journal) und Andreas Sentker (Die Zeit) im Bereich „Wissen“.

    Der dritte Schwerpunkt widmet sich dem Thema „Daten“. „Wir möchten für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Daten sensibilisieren. Die Inhalte reichen von einer Einführung in den Datenjournalismus bis hin zu einer Diskussion um den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin“, erklärt Projektleiterin Gabriele Frey von der Messe Bremen.

    Begleitet wird der Fachkongress von einer Ausstellung, in der sich unter anderem Institute und Forschungseinrichtungen präsentieren. Im Format „Meet the Experts“ kommen Teilnehmer ins Gespräch, beim „Open Forum“ bringen Aussteller und Sponsoren ihre persönlichen Themen ein.

    Tageskarten für die WISSENSWERTE sind für Journalisten ab 55 Euro, Dauerkarten ab 100 Euro erhältlich. Noch bis einschließlich Montag, 30. September 2019, gilt ein Frühbucherrabatt. Die Tickets sowie weitere Informationen sind online erhältlich: www.wissenswerte-bremen.de.

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    Die WISSENSWERTE feierte 2004 ihre Premiere. Sie ist eine Eigenveranstaltung der Messe Bremen und gilt als die wichtigste Konferenz für den Wissenschaftsjournalismus in Deutschland. Das Dialogforum tagt regelmäßig auswärts. 2014 gastierte sie erstmals in Magdeburg, 2017 in Darmstadt.

    Für die Programmplanung sind die TU Dortmund und die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) verantwortlich. Gefördert wird die Veranstaltung von BASF, Bayer, Carl-Zeiss-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutscher Journalisten-Verband (DJV), International Coral Reef Symposium 2020 (ICRS 2020), Leibniz-Gemeinschaft, Leopoldina, Max-Planck-Gesellschaft, MC Services, medac, Volkswagen Stiftung, Verband Forschender Arzneimittelhersteller sowie Stiftung Gesundheit und Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V. (VMWJ).

     

     

     

    Weitere Informationen für die Redaktionen:

    MESSE BREMEN / M3B GmbH

    Canan Sevil, Tel. 04 21 / 35 05 – 323

    E-Mail: sevil@messe-bremen.de; Internet: www.messe-bremen.de

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  • WISSENSWERTE | 23.11.2018

    15. Dialogforum WISSENSWERTE endete in Bremen

    Vorträge, Workshops, Werkstattgespräche und Exkursionen zu Forschungseinrichtungen standen auf dem Programm der 343 Teilnehmer, die das diesjährige Dialogforum für Wissenschaftsjournalismus zählte. Nach drei Tagen ging die ...

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    Organisatoren ziehen positive Bilanz

    Vorträge, Workshops, Werkstattgespräche und Exkursionen zu Forschungseinrichtungen standen auf dem Programm der 343 Teilnehmer, die das diesjährige Dialogforum für Wissenschaftsjournalismus zählte. Nach drei Tagen ging die WISSENSWERTE am Mittwoch, 21. November 2018, in Bremen zu Ende. Journalisten sowie Wissenschafts- und Wirtschaftskommunikatoren diskutierten in der Hansestadt Entwicklungen im Wissenschaftsjournalismus, vertieften Wissenschaftsthemen oder lernten die Arbeit von Kolleginnen und Kollegen kennen. Begleitet wurde die WISSENSWERTE von einer Fachausstellung, in der 24 Aussteller zum „Meet the Experts“ luden.

    „Lebhafte Debatten, gut besuchte Exkursionen und ein reiches Medienecho – die 15. Ausgabe zeigte erneut, dass die WISSENSWERTE die wichtigste Konferenz für Wissenschaftsjournalismus in Deutschland ist“, resümiert Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen bei der Messe Bremen, der Veranstalterin des Dialogforums. „Mit unserer Veranstaltung wollen wir qualitativ hochwertigen, fundierten und sachlichen Journalismus fördern – gerade in Zeiten, in denen Lügenpresse- oder Fake-News-Vorwürfe allgegenwärtig scheinen“, sagt Rohde.

    Austragungsort für die WISSENSWERTE 2019 ist erneut das Congress Centrum Bremen. Der Termin steht bereits fest: Montag bis Mittwoch, 25.bis 27. November.

    Weitere Informationen: www.wissenswerte-bremen.de

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    Die WISSENSWERTE feierte 2004 ihre Premiere. Sie ist eine Eigenveranstaltung der Messe Bremen und gilt als die wichtigste Konferenz für den Wissenschaftsjournalismus in Deutschland. Das Dialogforum tagt alle drei Jahre auswärts. 2014 gastierte sie erstmals in Magdeburg, 2017 in Darmstadt.

    Für die Programmplanung sind die TU Dortmund und die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) verantwortlich. Gefördert wird die Veranstaltung von Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft, BASF, Volkswagen Stiftung, Verband Forschender Arzneimittelhersteller, Wort & Bild Verlag und GLS Treuhand.

     

    Weitere Informationen für die Redaktionen:

    MESSE BREMEN & ÖVB-Arena / M3B GmbH

    Imke Zimmermann, Tel. 04 21 / 35 05 – 445, Fax 04 21 / 35 05 – 3 40

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